Die 2023 beschlossene Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung ist in über 75 Jahren deutscher Außenpolitik ein Novum. Erstmals werden umfassend sicherheitspolitisch relevante Herausforderungen gebündelt, Interessen formuliert und der Versuch gewagt, strategische Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Das Fehlen eines umfassenden Strategiepapiers zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik bedeutet indes nicht, dass diese bislang strategielos gewesen ist. In Schlüsselmomenten der Geschichte der Bundesrepublik zeigte sich immer wieder aufs Neue, dass es sehr wohl wegweisende Entscheidungen gegeben hat, die auf strategischen Überlegungen beruhten. Eine der bedeutsamsten war zweifellos die entschiedene Westintegration der jungen Republik unter ihrem ersten Kanzler Adenauer, die bis heute fortwirkt.
Die vhs Arnsberg/Sundern lädt ein zu einem Vortrag, der einen Streifzug durch die außenpolitischen Paradigmen der folgenden Jahrzehnte macht, um anschließend die jüngsten strategischen Leitlinien mit den Herausforderungen der Gegenwart abzugleichen. Und damals wie heute stellt sich die Frage, in welchem Zusammenhang Werte und Interessen in der Außenpolitik stehen. Der Referent, Enrico Liedtke ist Referent für Geo- und Sicherheitspolitische Bildung im HAUS RISSEN, Hamburg.
Der Vortrag mit der Nr. 100-009 findet statt am Montag, 09.11.2026 um 18.00 Uhr im Peter-Prinz-Bildungshaus in Arnsberg. Anmeldungen sind möglich telefonisch (02931.13464), per Mail (vhs(at)vhs-arnsberg-sundern.de) oder aber hier.
Identität und Interessen deutscher Außenpolitik

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