Sachsen-Anhalt hat gewählt: Das Ergebnis ist ein deutlicher „Rechtsruck“ mit noch nicht absehbaren Folgen. Wir sind - um eine bekannte Formulierung aufzugreifen - in einem neuen Land aufgewacht. In zahlreichen Städten, auch in NRW, gab es erste Demonstrationen, die ein Indiz dafür sind, wie verunsichert Deutschland ist. Aber auch in den politischen Debatten zeigt sich an vielen Stellen, dass das Wahlergebnis noch nach „Interpretation“ und „Verstehen“ sucht. Zugleich gibt es mahnende Stimmen, die davor warnen, dass das Ergebnis aus Sachsen-Anhalt zu einem Flächenbrand werden kann. In Mecklenburg-Vorpommern stehen in Kürze Wahlen an, deren Ausgang ungewiss ist. Und auch Thüringen und Sachsen stehen politisch aktuell auf „tönernen Füßen“. Es wäre eine Frage der Zeit, wann dieses Land sich wirklich grundlegend verändern würde.
Die vhs Arnsberg/Sundern möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region darüber ins Gespräch und den Austausch kommen. Sie freut sich deswegen, dass Dirk Neubauer, ehemaliger Bürgermeister und Landrat aus Sachsen und Autor verschiedener Bestseller zur politischen Lage in Ostdeutschland jetzt zu Gast in Arnsberg ist. Seit vielen Jahren schon ist er warnend in der Republik unterwegs. Jetzt hat er ein Programm entwickelt, dass dieses Land von der Basis aus erneuern kann. Mit seiner Vortragsreihe „Wie retten wir das Land?“ knüpft er an an die erfolgreiche Reihe „Rettet die Demokratie“. Mit konkreten Lösungen, wie man Klimaschutz, Wirtschaftswachstum, Migration und soziale Sicherheit erreichen kann. Und zwar aus den Kommunen heraus. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. „An vielen Stellen nehmen wir eine große Verunsicherung in der Gesellschaft wahr. Als Einrichtung der gemeinwohlorientierten Weiterbildung wollen wir einen Beitrag leisten, um die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen einordnen zu können“, so Dr. Tobias Schulte, Leitung der vhs Arnsberg/Sundern. Ziel sei es, die Meinungsbildung in der Bevölkerung zu stärken.
In seinem Vortrag wird Dirk Neubauer fünf Punkte herausarbeiten, wie man dem Rechtsruck im Land begegnen kann, ohne einfach nur gegen etwas zu protestieren. Denn Veränderung braucht ein Dafür. Und eine Idee, welche Wege es für deren Umsetzung gibt. Haben die alten (und großen) Volksparteien noch Bestand oder muss man sich darauf einstellen, dass es Volksparteien in der bisherigen Form so nicht mehr geben wird? Und: Wie kann man Veränderung und Teilhabe wirklich gestalten? Über die Macht der Kommunen und wie diese die Welt wirklich verändern können.
Der Vortrag mit der Nr. 100-015 findet statt am Dienstag, 22. September 2026 ab 18.30 Uhr im Peter-Prinz-Bildungshaus in Arnsberg (Ehmsenstr. 7, 59821 Arnsberg). Anmeldungen dazu sind hier möglich.

