Wasserspeicher Wald
In Kooperation mit der senaka.
Welche Chancen der Rückbau von Entwässerungsgräben im Klimawandel bieten kann
Wälder sind in Deutschland aufgrund ihres hohen Flächenanteils von rund 30% von immenser Bedeutung für den Wasserrückhalt. Waldbedeckung wirkt sich ausgleichend auf den Landschafts-Wasserhaushalt aus. In Wäldern sammelt sich das Wasser in Böden, Gestein und Mooren. Die relative Bedeutung der Wälder als Wasserspeicher wird in Zukunft aufgrund der immer weiter voranschreitenden Flächenversiegelung im Offenland sowie der Folgen des Klimawandels zunehmen.
In Deutschland haben Entwässerungsmaßnahmen die Entwicklung der Forstwirtschaft maßgeblich mitgeprägt. Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts wurden staunasse und grundwasserbeeinflusste Standorte im Zuge der Intensivierung der Forstwirtschaft mit der Einführung der schnell wachsenden Nadelholzarten Fichte und Waldkiefer großflächig mittels offener Entwässerungsgräben trocken gelegt. Sowohl in Nässe- als auch in Trockenzeiten reicht ihre Wirkung weit über die dränierten Flächen hinaus. Allein im Arnsberger Wald umfasst das Grabensystem eine Länge von vielen hundert Kilometern. Im Rahmen des „Projekts Schwammwald“ wurden hier auf einer Testfläche Gräben zurück gebaut. Bereits relativ kurzfristig zeigten sich erste Erfolge. Neben dem Rückbau von Entwässerungsstrukturen sind klimaangepasster Waldumbau und bodenschonende Holzernteverfahren sinnvolle Maßnahmen, um den Wasserrückhalt im Wald zu fördern.
Status: Plätze frei
Kursnr.: AF104-105
Beginn: Mo. 05.10.2026, 18:00 - 19:30 Uhr
Dauer: 1
Kursort: Arnsberg, Peter Prinz Bildungshaus, Ehmsenstr. 7
Gebühr: 7,50 €
| Datum | Uhrzeit | Ort |
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Datum:
05.10.2026
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Uhrzeit:
18:00 - 19:30 Uhr
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Wo:
Arnsberg, Peter Prinz Bildungshaus, Ehmsenstr. 7
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